Heidelberg: 36 Tiny Houses zur Miete ab 920 Euro warm geplant

In Heidelberg entstehen 36 Wohnmodule für bis zu 90 Menschen – als Zwischenlösung auf einem Grundstück, das später mehrgeschossig bebaut werden soll.

17.10.2026 · 

2 Min. Lesezeit

Mehrere kleine Holzhäuser in lockerer Reihe auf einer Wiese am Stadtrand, dazwischen Wege und junge Bäume, im Hintergrund Hügel mit Wald, früher Abend

Symbolbild (KI-generiert)

Im Heidelberger Stadtteil Kirchheim entsteht ein Tiny-House-Wohnpark mit 36 Wohneinheiten. Die Module sollen nach aktuellem Planungsstand ab Januar 2027 bezugsfertig sein und insgesamt 80 bis 90 Menschen Platz bieten. Laut einem Bericht von ZDFheute liegen die vorgesehenen monatlichen Warmmieten zwischen rund 920 und 1.600 Euro.

Städtisches Grundstück wird vorübergehend genutzt

Für das Projekt hat die Stadt ein 2.800 Quadratmeter großes Grundstück an einen Projektentwickler verpachtet. Auf der Fläche sind in etwa zehn Jahren mehrgeschossige Wohnhäuser vorgesehen. Bis dahin soll die modulare Siedlung zusätzlichen Wohnraum bereitstellen, statt das Gelände ungenutzt zu lassen.

Der erste Spatenstich erfolgte im Dezember 2025. Zum zügigen Bauablauf trägt bei, dass die Erschließung des Grundstücks und die Herstellung der Wohnmodule parallel stattfinden konnten. Projektentwickler Fabian Müller beschreibt dies als wesentlichen Unterschied zum konventionellen Bauen, bei dem die einzelnen Bauphasen stärker aufeinander folgen.

Kleine Wohnungen und gemeinschaftliche Angebote

Vorgesehen sind einzelne Wohneinheiten mit 26 bis 33 Quadratmetern Wohnfläche sowie Bungalows mit 41 Quadratmetern. Daneben gibt es die Möglichkeit, in einer Dreier-WG-Einheit zu wohnen. Sämtliche Module werden vermietet; ein Verkauf ist nicht vorgesehen.

Ein Gemeinschaftsgarten, eine gemeinsam genutzte Waschküche und weitere Begegnungsmöglichkeiten sollen das Wohnen ergänzen und Kontakte innerhalb der Siedlung fördern. Das Interesse beschränkt sich nach Angaben des Projektentwicklers nicht auf die zunächst vor allem angesprochenen jungen Singles und Paare. Auch eine Seniorengruppe interessiert sich für eine WG-Einheit.

Nach zehn Jahren sollen die Module weiterziehen

Nach der derzeitigen Planung wird der Wohnpark nach zehn Jahren wieder abgebaut. Die Module sollen anschließend an einem anderen Standort erneut als Wohnraum dienen. Heidelberg will die Erfahrungen aus dem Projekt zudem für mögliche weitere Vorhaben nutzen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zählt bundesweit derzeit etwa 40 bis 50 vergleichbare Projekte. Verbandsvertreter Bernd Düsterdiek sieht darin einen ergänzenden Ansatz, etwa zur Nutzung freier Flächen innerhalb bestehender Siedlungen. Angesichts des großen Wohnraumbedarfs könnten Tiny Houses den Mangel jedoch nicht allein beheben. Größere Vorhaben wie der Geschosswohnungsbau stehen deshalb weiterhin im Mittelpunkt.

Quelle: 

Heidelberg: 36 Tiny Houses zur Miete ab 920 Euro warm geplant

In Heidelberg entstehen 36 Wohnmodule für bis zu 90 Menschen – als Zwischenlösung auf einem Grundstück, das später mehrgeschossig bebaut werden soll.

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Mehrere kleine Holzhäuser in lockerer Reihe auf einer Wiese am Stadtrand, dazwischen Wege und junge Bäume, im Hintergrund Hügel mit Wald, früher Abend

Symbolbild (KI-generiert)

Im Heidelberger Stadtteil Kirchheim entsteht ein Tiny-House-Wohnpark mit 36 Wohneinheiten. Die Module sollen nach aktuellem Planungsstand ab Januar 2027 bezugsfertig sein und insgesamt 80 bis 90 Menschen Platz bieten. Laut einem Bericht von ZDFheute liegen die vorgesehenen monatlichen Warmmieten zwischen rund 920 und 1.600 Euro.

Städtisches Grundstück wird vorübergehend genutzt

Für das Projekt hat die Stadt ein 2.800 Quadratmeter großes Grundstück an einen Projektentwickler verpachtet. Auf der Fläche sind in etwa zehn Jahren mehrgeschossige Wohnhäuser vorgesehen. Bis dahin soll die modulare Siedlung zusätzlichen Wohnraum bereitstellen, statt das Gelände ungenutzt zu lassen.

Der erste Spatenstich erfolgte im Dezember 2025. Zum zügigen Bauablauf trägt bei, dass die Erschließung des Grundstücks und die Herstellung der Wohnmodule parallel stattfinden konnten. Projektentwickler Fabian Müller beschreibt dies als wesentlichen Unterschied zum konventionellen Bauen, bei dem die einzelnen Bauphasen stärker aufeinander folgen.

Kleine Wohnungen und gemeinschaftliche Angebote

Vorgesehen sind einzelne Wohneinheiten mit 26 bis 33 Quadratmetern Wohnfläche sowie Bungalows mit 41 Quadratmetern. Daneben gibt es die Möglichkeit, in einer Dreier-WG-Einheit zu wohnen. Sämtliche Module werden vermietet; ein Verkauf ist nicht vorgesehen.

Ein Gemeinschaftsgarten, eine gemeinsam genutzte Waschküche und weitere Begegnungsmöglichkeiten sollen das Wohnen ergänzen und Kontakte innerhalb der Siedlung fördern. Das Interesse beschränkt sich nach Angaben des Projektentwicklers nicht auf die zunächst vor allem angesprochenen jungen Singles und Paare. Auch eine Seniorengruppe interessiert sich für eine WG-Einheit.

Nach zehn Jahren sollen die Module weiterziehen

Nach der derzeitigen Planung wird der Wohnpark nach zehn Jahren wieder abgebaut. Die Module sollen anschließend an einem anderen Standort erneut als Wohnraum dienen. Heidelberg will die Erfahrungen aus dem Projekt zudem für mögliche weitere Vorhaben nutzen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zählt bundesweit derzeit etwa 40 bis 50 vergleichbare Projekte. Verbandsvertreter Bernd Düsterdiek sieht darin einen ergänzenden Ansatz, etwa zur Nutzung freier Flächen innerhalb bestehender Siedlungen. Angesichts des großen Wohnraumbedarfs könnten Tiny Houses den Mangel jedoch nicht allein beheben. Größere Vorhaben wie der Geschosswohnungsbau stehen deshalb weiterhin im Mittelpunkt.

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